Toby Grahovec

Grahovec: „Der BMW M2 CS Racing wird nächstes Jahr ein großartiger Tourenwagen sein.“

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Classic BMW und dem Fast Track Racing Team? Und was ist Ihre Rolle im Team?

Toby Grahovec: „Classic BMW ist eine BMW Händlerkette und der Sponsor von Fast Track Racing. Das Team Fast Track Racing ist in Besitz der Familie Maas, der auch Classic BMW gehört. Beide Projekte sind aber eigenständig. Ich bin der Teammanager, fahre aber auch selbst Rennen für Fast Track Racing bei Veranstaltungen der SRO America in den Klassen TC America und GT4 America. Außerdem wollen wir noch einige GT4-Rennen in der Michelin Pilot Series bestreiten.“

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Wie viele Autos und Fahrer sind für das Team im Einsatz?

Grahovec: „John Rader fährt für uns in diesem Jahr bei den Tourenwagen und in der GT4. Phil Bloom ist in einem BMW M240i Racing unterwegs und ich im zweiten BMW M240i Racing und im BMW M4 GT4, den ich mir bei SprintX-Rennen mit John Rader teile. Momentan haben wir einen BMW M4 GT4 und drei BMW M240i Racing im Einsatz, zwei weitere BMW M4 GT4 könnten später noch für einen Teil der Saison hinzukommen.“

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Classic BMW

Sie sind Teammanager und Fahrer in einer Person. Entstehen dadurch schon einmal Probleme?

Grahovec: „Am Anfang war es vielleicht mal ein bisschen kompliziert. Mein Hauptfokus liegt darauf, das Team zu führen. Aber wenn ich dann den Helm aufsetze und ins Auto steige, kann ich schnell auf Rennfahrer umschalten und alles andere ausblenden.“

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Sie sind als Rennfahrer sehr erfolgreich, 2016 waren Sie Champion in der TC America. Wie sehen die Ziele für 2020 aus?

Grahovec: „Das Ziel für 2020 ist, die TC-Meisterschaft wieder zu gewinnen. Beim Saisonstart auf dem Circuit of the Americas war ich in beiden Rennen Zweiter und bin damit auch Zweiter in der Gesamtwertung. Ich hoffe, dass ich noch ein paar Rennen auf dem Podium beenden werde und eine weitere Meisterschaft gewinnen kann. Auf dem COTA war ich gleich dreifach im Einsatz, in den beiden Sprint-Rennen der GT4 war ich jeweils Fünfter und außerdem in den SprintX-Rennen mit John Rader im Einsatz.“

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Classic BMW

Sechs Rennen an einem Wochenende, das klingt nach ziemlich viel Arbeit, noch dazu in zwei verschiedenen Autos. Gibt es da schon mal Probleme, wenn man kurzfristig zwischen dem BMW M240i Racing und dem BMW M4 GT4 hin- und herwechselt?

Grahovec: „Es ist ein bisschen schwierig, wenn man vom BMW M4 GT4 in den BMW M240i Racing umsteigt und sich von den manuellen Bremsen auf den Bremskraftverstärker des BMW M240i Racing umstellen muss. Das ist der größte Unterschied. Ansonsten ist der BMW M240i Racing viel sanfter und näher am Serienfahrzeug, der BMW M4 GT4 dagegen viel mehr ein echtes Rennauto. Nach ein paar Kurven hat man sich aber daran gewöhnt, in welchem Auto man sitzt.“

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Welches Auto Sie lieber mögen, ist da wahrscheinlich keine Frage, oder?

Grahovec: „Der BMW M4 GT4 ist ein wunderbar zu fahrendes Auto, auf der anderen Seite sind die Tourenwagenrennen einfach so intensiv. Man fährt 40 Minuten fast Seite an Seite, und weil die Autos weniger Abtrieb haben, kann man echt nah hintereinander herfahren.“

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Classic BMW

Fast Track Racing gehört zu den Teams, die bereits den neuen BMW M2 CS Racing bestellt haben. Wann erwarten Sie das neue Fahrzeug?

Grahovec: „Wir erwarten das neue Fahrzeug im Juli, müssen aber abwarten, ob durch die aktuelle Lage der Zeitplan so bleibt. Ich könnte mir vorstellen, dass es noch ein paar Verzögerungen geben könnte.“

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Was waren die Gründe für die Bestellung dieses neuen BMW Rennfahrzeugs?

Grahovec: „Das neue Auto ist toll, ich habe es schon im Dezember in München gesehen. Für mich ist es so etwas wie der kleine Bruder des GT4-Autos. Das wird für nächstes Jahr ein großartiger Tourenwagen sein, und wir sind schon sehr gespannt darauf.“

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Classic BMW

Soll der BMW M2 CS den BMW M240i Racing mittelfristig ersetzen?

Grahovec: „Ja, das ist für die Saison 2021 so geplant. In diesem Jahr wollen wir das neue Auto testen und vielleicht auch schon einmal in einem Rennen einsetzen, eventuell Ende November beim 24H SERIES Lauf auf dem Circuit of the Americas. Das wäre eine Option.“

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In der aktuellen Situation durch COVID-19 wird das Interesse an Sim-Racing immer größer. Wie sind Sie in dieser Szene schon involviert?

Grahovec: „Früher habe ich Sim-Racing hauptsächlich dafür genutzt, neue Strecken vorab kennenzulernen oder ein bisschen Praxis zu bekommen, wenn man längere Zeit nicht im Rennauto gesessen hat. Aber jetzt, wo eigentlich jede Rennserie ihre eigene virtuelle Racing-Meisterschaft startet, nehme ich auch an den GT Rivals Esports Rennen teil. Wir hatten bisher zwei Rennen auf den Strecken von Laguna Seca und Misano, als nächstes kommt Paul Ricard. Da brauche ich aber noch ein bisschen mehr Praxis, weil es auf einer anderen Plattform läuft als der, die ich früher genutzt habe. Aber es ist wirklich gut, ich versuche, so viele Runden wie möglich zu fahren und mich zu verbessern. Es macht Spaß und ist eine gute Beschäftigung für die Wochenenden, an denen wir nicht an die Rennstrecken können. Ich trete gegen einige meiner Kollegen an, gegen die ich auch sonst Rennen fahre.“

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