INTERNATIONAL WOMEN'S DAY: DON'T CARE ABOUT CONVENTIONS!

Historisch gesehen ist der Rennsport eine Männerdomäne. Wenige Frauen haben es geschafft, sich hinter dem Steuer eines Rennwagens erfolgreich gegen ihre männliche Konkurrenz und deren Vorbehalte durchzusetzen. Doch im Jahr 2019 deutet einiges auf eine Trendwende hin. Immer mehr talentierte Frauen bekommen eine Chance, sich auf höchstem Level zu beweisen. Ein Aushängeschild dieser Generation: BMW Motorsport Juniorin Beitske Visser.

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Beitske Visser

„DON’T CARE ABOUT CONVENTIONS!“
WAS KÜMMERN MICH DIE VORURTEILE DER ANDEREN!

Seit seinen Anfängen wird der Motorsport von Männern geprägt. Sie sind es, die den „Ritt auf der Kanonenkugel“ wagen, sich dem Rausch der Geschwindigkeit und den harten Zweikämpfen auf der Rennstrecke stellen. Sie sind es auch, die Siege, Titel und Ruhm einfahren.

 

Doch immer wieder gab es auch Frauen, die sich dieser männlichen Vormachtstellung zum Trotz hinters Steuer gesetzt und Erfolge gefeiert haben. Michèle Mouton und Jutta Kleinschmidt im Rallyesport, Sabine Schmitz und Claudia Hürtgen in BMW Fahrzeugen im GT-Sport oder Danica Patrick im Formelsport: Sie alle sind ihrer Leidenschaft für den Rennsport unbeirrt nachgegangen und haben dadurch den Weg für eine neue Generation selbstbewusster und talentierter Rennfahrerinnen geebnet. Mouton führt diese Bewegung als Präsidentin der seit 2009 bestehenden „FIA Women in Motorsport Commission“ an. Sie sagt: „Es gibt bereits zahlreiche Frauen, die sehr erfolgreich in unserem Sport arbeiten, aber wir müssen auch in die Zukunft investieren und die junge Generation ermutigen, den Motorsport als eine Welt gleicher Chancen zu sehen.“ Die Zahl derer, die Moutons Aufruf folgen, steigt aktuell stetig. So waren Ende des vergangenen Jahres zahlreiche junge Fahrerinnen beim Formel-E-Rookie-Test in Ad Diriyah im Einsatz.

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Beitske Visser im BMW M4 GT4

Für die Rennsport-Szene war es das über viele Jahrzehnte nicht. Und ist es auch heute trotz vieler positiver Entwicklungen noch nicht. Vor diesem Hintergrund ist die Chance, die unter anderem die Formel E bietet, für junge Rennfahrerinnen extrem wertvoll. „Die aktuelle Entwicklung ist cool. Dank Rennserien wie der Formel E bekommen mehr Frauen die Möglichkeit zu zeigen, was sie in einem Formelauto leisten können“, meint Visser und erklärt: „Letztlich geht es darum, dass Frauen mehr Zeit auf der Rennstrecke verbringen können. Und je mehr Runden man dort dreht, desto besser wird man. So einfach ist das meiner Meinung nach. Ich sehe in der aktuellen Entwicklung nur Vorteile.“ Als Formel-Rennfahrerin und ehemalige Förderkandidatin des Red-Bull-Programms kam Visser 2017 zu BMW Motorsport und hat seitdem vor allem im BMW M4 GT4 zahlreiche Erfolge gefeiert. Nun ist sie als Ersatz- und Testfahrerin fester Teil des BMW i Andretti Motorsport Teams in der Formel E. Darüber hinaus sind weitere Renneinsätze in BMW Fahrzeugen geplant.

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Beitske Visser im Gespräch

Close & Personal: Beitske Visser.

Unter anderem auch BMW Motorsport Juniorin Beitske Visser. Die Niederländerin steht bereits seit vielen Jahren gegen die männliche Konkurrenz erfolgreich ihre Frau. Racing ist ihre Leidenschaft. Sie betreibt den Rennsport nicht zur Eigenwerbung, sie will sich nicht als Marke inszenieren. Ihr Credo lautet: „Ich möchte jeden schlagen, gegen den ich auf der Rennstrecke antrete – völlig egal, ob Mann oder Frau.“ Dieser unbändige Ehrgeiz unterscheidet sie von einigen ihrer Kolleginnen, aber er macht sie gleichzeitig zu einer der besten Rennfahrerinnen der Gegenwart. Mit Geschlechterfragen hat sie sich noch nie aufgehalten, auch wenn sie immer wieder das Gleiche zu hören bekommt. „Alle fragen mich immer danach, wie es sich anfühlt, als Frau gegen Männer Rennen zu fahren“, erklärt Visser. „Aber so habe ich das nie gesehen. Ich fahre gegen Jungs, seit ich fünf Jahre alt war. Für mich ist das ganz normal.“

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Beitske Visser beim Fitness-Training

„Meine Erfahrung in Formelautos hilft mir bei meinen Einsätzen in der Formel E sehr“, sagt Visser. „Ich weiß einfach, wie man ein solches Fahrzeug am Limit fahren muss.“ Trotzdem ist vor allem der BMW iFE.18 eine neue Herausforderung für sie. „Die Anforderungen, die ein elektrisches Fahrzeug wie der BMW iFE.18 an mich stellt, sind schon speziell“, sagt Visser. „Es geht nur im Qualifying-Modus wirklich darum, bis an die Grenze zu pushen. Im Rennen spielen Energie-Management und effizientes Fahren eine riesengroße Rolle. Daran musste ich mich erst gewöhnen.“ Vissers Ehrgeiz spiegelt sich auch in ihrer Vorbereitung wider. Die Tatsache, dass BMW Motorsport eng mit den international renommierten Experten der Formula Medicine um Dr. Riccardo Ceccarelli zusammenarbeitet, nutzt Visser für ihr eigenes Training so gut wie möglich aus. „Ich habe eine ganze Woche bei der Formula Medicine verbracht, um mich physisch und mental so gut wie möglich auf meine Herausforderungen in dieser Saison vorzubereiten“, sagt sie. „Gerade in der Formel E musst du im Fahrzeug viele Dinge gleichzeitig tun, deutlich mehr als in anderen Fahrzeugen. Dabei hilft gerade das Mentaltraining enorm.“

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RIGHT NOW: DIE FORMEL E.

Beitske Visser nutzt viele Mittel, um an die Spitze zu kommen – manchmal auch unkonventionelle. Das hat sie mit der Rennserie gemeinsam, in der sie gerne in Zukunft an den Start gehen möchte: der Formel E. Der Ansatz der weltweit ersten Rennserie für vollelektrische Formelfahrzeuge war von Anfang an unkonventionell. Nicht viele haben an das Konzept geglaubt. BMW schon – und war ab der ersten Stunde als „Official Vehicle Partner“ an der Entwicklung der Formel E vom oft belächelten Nischenprodukt zum „Place to be“ in der Rennsport-Szene beteiligt. Die Formel E bringt mit ihrem modernen Konzept und ihren Rennen in den Metropolen der Welt das Racing direkt zu den Menschen.

Sie präsentiert E-Mobilität auf höchstem Level genau in dem urbanen Umfeld, in dem Innovationen und alternative Mobilitätskonzepte die wichtigste Rolle spielen. Bereits jetzt ist die Formel E in vielen Bereichen ein Vorreiter – warum also nicht auch in Sachen weibliche Rennfahrer? Regelmäßige Rookie-Tests, an denen auch immer wieder Frauen teilnehmen, sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Wann die erste Frau dann auch wirklich an einem Formel-E-Rennen teilnehmen wird, ist offen – aber wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit. Mit Beitske Visser als Ersatz- und Testfahrerin bei BMW i Andretti Motorsport ist auf jeden Fall ein guter Anfang gemacht.

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Mehr erfahren über BMW i und den Berlin E-Prix

BERLIN E-PRIX: DIE ZUKUNFT IST JETZT.

Das Heimspiel auf dem historischen Gelände des Flughafens Tempelhof ist für BMW i ein absolutes Saisonhighlight – und die perfekte Gelegenheit, um die enge Verbindung zwischen BMW i und der Formel E im Detail zu beleuchten.
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Rund um die Uhr arbeiten Fahrer, Ingenieure, und Verantwortliche daran, die Ziele von BMW Motorsport mit immer neuen Technologien, innovativen Lösungen und Visionen zu füllen. Überzeugen Sie sich selbst und tauchen Sie ein in spannende Geschichten aus der Welt des Motorsports.