Bruno Spengler

DAS ENDE EINER ÄRA:

18 Saisons. 89 Siege. 307 Podestplätze.

DAS ENDE EINER ÄRA:18 Saisons. 89 Siege. 307 Podestplätze.

Von 1984 bis 1992 und von 2012 bis 2020 haben BMW Teams, Fahrer und Fahrzeuge die DTM geprägt. Und zieht sich BMW nach 339 Rennen mit dem Ende der Class-1-Ära der DTM als Hersteller aus der Rennserie zurück. Mit großartigen Erinnerungen, aber auch jeder Menge Wehmut.

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BMW 365 CSi

© BMW Group Archiv

Nach drei Jahren mit insgesamt sechs Siegen verabschiedet sich der BMW 635 CSi 1986 aus der DTM und wird in der folgenden Saison von dem Fahrzeug abgelöst, das den Tourenwagensport weltweit für mehrere Jahre dominieren wird. Damals war er neu, heute ist er die größte Legende in der Geschichte von BMW Motorsport: der BMW M3 E30. Zwischen 1987 und 1992 wird das Fahrzeug 41 Mal bei einem DTM-Rennen als Sieger über die Ziellinie fahren. Dazu kommen unzählige Triumphe in Welt- und Europameisterschaften sowie bei den großen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps. Und wie bereits beim BMW 635 CSi fängt die Erfolgsgeschichte direkt mit einem Sieg im ersten Rennen 1987 in Hockenheim an. Wieder steht Harald Grohs ganz oben auf dem Treppchen, wieder wird er jedoch am Saisonende von einem BMW Fahrerkollegen geschlagen, dem das Kunststück gelingt, ohne einen einzigen Rennsieg Champion zu werden. Diesmal heißt er Eric van de Poele – ein Kuriosum wiederholt sich.

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BMW M3

© BMW Group Archiv

2012-2020: DAS ZWEITE KAPITEL.

Vom werksseitigen Ausstieg bis zum Wiedereinstieg vergehen genau 20 Jahre. Kurze Zeit nach dem Ende des Formel-1-Engagements kehrt BMW Motorsport 2012 mit dem BMW M3 DTM in die beste Tourenwagen-Rennserie der Welt zurück. Und auch diesmal wieder mit einem Paukenschlag. Schon im zweiten Rennen steht Bruno Spengler nach dem Sieg in seinem schwarzen BMW Bank M3 DTM auf dem Lausitzring ganz oben auf dem Podium. So früh hatten nach einer derartig langen DTM-Pause nicht einmal die kühnsten Optimisten mit diesem Triumph gerechnet. Doch es kam noch besser: Nach insgesamt vier Saisonsiegen und einem dramatischen Finale gegen Gary Paffett in Hockenheim krönte sich Spengler im Comeback-Jahr von BMW Motorsport in der DTM zum Champion. Gleichzeitig räumten BMW und das BMW Team Schnitzer den Hersteller- und den Teamtitel ab.

 

Nach zwei Saisons mit insgesamt zehn Siegen, einem weiteren Herstellertitel für BMW 2013 und der Vizemeisterschaft für Augusto Farfus war die Zeit des BMW M3 DTM zu Ende. An seine Stelle trat der BMW M4 DTM. Und was soll man sagen? Der nächste Paukenschlag folgte prompt: Marco Wittmann fuhr direkt im ersten Rennen in Hockenheim zum Sieg und läutete damit eine fantastische Saison ein. Wittmann gewann vier Rennen und sicherte sich 2014 in souveräner Manier seinen ersten DTM-Fahrertitel. Ein Kunststück, das ihm zwei Jahre später ein weiteres Mal gelang. Wittmann ist somit der einzige BMW Pilot und gleichzeitig der jüngste Fahrer in der DTM-Historie, der sich zweimal zum Champion krönen konnte. Und er setzte darüber hinaus noch einen weiteren Glanzpunkt: Beim Saisonauftakt 2019 in Hockenheim trug er sich als erster Sieger in einem BMW M4 DTM Turbo nach Class-1-Reglement in die Geschichtsbücher ein. Die Ära der Turbomotoren hatte begonnen – und sie hätte eigentlich länger dauern sollen als lediglich zwei Jahre. Doch nach den Ausstiegen zunächst von Mercedes und dann von Audi ging das zweite Kapitel der DTM mit dem Saisonfinale 2020 zu Ende. Der BMW M4 DTM hat zwischen 2014 und 2020 30 Siege, zwei Fahrer-, einen Team- und einen Herstellertitel eingefahren.

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1984-1992: DAS ERSTE KAPITEL.

 

Damals noch unter dem Namen Deutsche Produktionswagen Meisterschaft ist die heutige DTM 1984 zum ersten Mal ins Rennen gegangen. Vom ersten Tag an mit dabei: BMW Motorsport und der BMW 635 CSi. Es ist ein bunter Haufen, der am 11. März in Zolder in der Startaufstellung steht: BMW, Opel, Rover, Alfa Romeo, Ford, VW – und es gibt einen furiosen Premierensieger. Harald Grohs führt einen beeindruckenden BMW Vierfachsieg an und läutet damit das erste Kapitel der Rennserie ein, die in den kommenden Jahrzehnten eine der erfolgreichsten und besten der Welt werden wird. Am Ende der Saison steht ebenfalls ein BMW Fahrer in der Fahrerwertung ganz oben. Kurios: Es ist nicht Grohs, der vier Saisonsiege eingefahren hat, sondern Volker Strycek, der kein einziges Rennen gewinnen konnte, dank seiner Konstanz am Ende aber die meisten Punkte gesammelt hat.

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BMW M3 E30

© BMW Group Archiv

Die Saison 1987 läutet die heute noch legendärste Zeit der DTM ein, in der der BMW M3, der Ford Sierra Cosworth, der Mercedes 190E und etwas später der Audi Quattro die Fans in Scharen an die Rennstrecken locken und atemberaubendes Racing bieten. In jedem Jahr spielen BMW Fahrer dabei Hauptrollen, 1989 reicht es noch einmal zu einem Titelgewinn, diesmal für Roberto Ravaglia. Ravaglia ist es auch, der 1992 beim Saisonfinale in Hockenheim beide Rennen gewinnt und das erste große Kapitel von BMW in der DTM mit einem Paukenschlag beendet.

 

 

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BMW M3 DTM
BMW M3 DTM

Alle BMW DTM-Champions.

Volker Strycek

1984. Volker Strycek.

Eric van de Poele

1987. Eric van de Poele.

Roberto Ravaglia

1989. Roberto Ravaglia.

Bruno Spengler

2012. Bruno Spengler.

Marco Wittmann

2014. Marco Wittmann.

Volker Strycek

1984. Volker Strycek.

Deutschland
BMW 635 CSi
Siege: 0
Polepositions: 0
Punkte: 155

Eric van de Poele

1987. Eric van de Poele.

Belgien
BMW M3
Siege: 0
Polepositions: 2
Punkte: 127

Roberto Ravaglia

1989. Roberto Ravaglia.

Italien
BMW M3
Siege: 3
Polepositions: 6
Punkte: 285

Bruno Spengler

2012. Bruno Spengler.

Kanada
BMW M3 DTM
Siege: 4
Polepositions: 3
Punkte: 149

Marco Wittmann

2014. Marco Wittmann.

Deutschland
BMW M4 DTM
Siege: 4
Polepositions: 3
Punkte: 156

BMW REAKTIONEN AUF DAS ENDE DER CLASS-1-DTM.

Nach dem letzten Rennen der Class-1-Ära der DTM kommt bei uns allen ein wenig Wehmut auf
Jens Marquardt

Timo Glock: „Es ist natürlich schade, dass die DTM, wie wir sie kennen, nun zu Ende geht. Aber irgendwo geht immer mal eine Tür zu und dafür eine andere auf. Deswegen muss man nach vorne schauen und abwarten, was die Zukunft bringt. Ich kann mich nur bei meinen Jungs und dem ganzen RMG Team bedanken. Alle haben in den letzten Jahren einen super Job gemacht und mir immer ein super Auto zur Verfügung gestellt. Deshalb gehe ich am Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus dieser Saison.“

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Ich habe in den letzten Rennrunden versucht, jeden Meter im BMW M4 DTM zu genießen.
Philipp Eng

Sheldon van der Linde: „Ich habe immer davon geträumt, einmal diese großartigen Fahrzeuge in der DTM zu fahren. Das durfte ich nun zwei Jahre lang tun und in dieser Saison meinen ersten Sieg feiern. Das war sehr wichtig für mich. Schade, dass es nun mit den Class-1-Fahrzeugen vorbei ist. Vielen Dank an das BMW Team RBM und an BMW Motorsport für ihre Unterstützung. Ich fühle mich hier zu Hause.“

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Jens Marquardt: „Nach dem letzten Rennen der Class-1-Ära der DTM kommt bei uns allen ein wenig Wehmut auf. Seit unserem DTM-Comeback 2012 haben wir bei BMW Motorsport eine großartige Zeit gehabt und viele Titel und Siege gemeinsam gefeiert. Leider ist die Saison 2020 für uns aus sportlicher Sicht nicht nach Wunsch verlaufen – daran konnten auch die beiden Finalrennen in Hockenheim nichts ändern. Dennoch geht ein großes Dankeschön an das gesamte Team für seinen unermüdlichen Einsatz, die pure Leidenschaft und Bereitschaft, bis zum Schluss zu kämpfen und jederzeit alles zu geben – egal ob Sieg oder Niederlage, diese Mentalität ist das, was uns bei BMW antreibt und jede Situation meistern lässt. Aber auch unseren langjährigen und geschätzten DTM-Partnern möchte ich an dieser Stelle Danke sagen für Ihre Treue und Unterstützung sowie die tolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren.“

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Irgendwo geht immer mal eine Tür zu und dafür eine andere auf.
Timo Glock

Philipp Eng: „Ich habe in den letzten Rennrunden versucht, jeden Meter im BMW M4 DTM zu genießen, denn wer weiß, ob und wann ich noch einmal ein so schnelles Rennauto fahren werde. Vielen Dank an alle im BMW Team RBM für drei tolle Jahre, in denen ich Freundschaften fürs Leben geschlossen habe. Danke auch an BMW Motorsport, dass ich überhaupt die Chance bekommen habe, in der DTM zu fahren. Jetzt bin ich sehr gespannt auf die nächsten Herausforderungen in meiner Karriere. Ich bin noch jung und habe in den kommenden Jahren viel vor.“

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Ich habe immer davon geträumt, einmal diese großartigen Fahrzeuge in der DTM zu fahren.
Sheldon van der Linde
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