Portrait von Marc Dürscheidt

DIE ERFÜLLUNG EINES LEBENSTRAUMS.

DIE ERFÜLLUNG EINES LEBENSTRAUMS.

Marc Dürscheidt lebt seinen Traum: In neun Jahren harter und akribischer Arbeit hat der Feinmechaniker einen historischen BMW M1 in Eigenregie aufgebaut. Nun startet er damit bei Classic-Rennen. Alles begann mit ein paar vermeintlich nutzlosen Karosserieteilen in einer Garage. Mittlerweile fasziniert das legendäre Fahrzeug nicht nur seinen Besitzer sondern auch die Fans im Fahrerlager.

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Der BMW M1 von Marc Dürscheidt wird auf das Grid geschoben.

Satter Motorenklang durchbricht den ruhigen Morgen am Salzburgring.
Auf Hochglanz polierte Fahrzeuge strahlen in der Morgensonne.
Startgruppe 4 bei der ADAC Classic rollt zum Vorstart.

Satter Motorenklang durchbricht den ruhigen Morgen am Salzburgring.
Auf Hochglanz polierte Fahrzeuge strahlen in der Morgensonne.
Startgruppe 4 bei der ADAC Classic rollt zum Vorstart.

BMW M1: Die Erfüllung eines Lebenstraums.

BMW M1 von Marc Dürscheidt auf dem Grid

Marc Dürscheidt sitzt am Steuer seines selbst aufgebauten BMW M1.
Genau an dem Platz im Cockpit, auf dem auch schon Motorsport-Legende Manfred Winkelhock gesessen hat.
Jede Runde ist die Erfüllung eines Lebenstraums, der vor rund neun Jahren begann.

Marc Dürscheidt sitzt am Steuer seines selbst aufgebauten BMW M1.
Genau an dem Platz im Cockpit, auf dem auch schon Motorsport-Legende Manfred Winkelhock gesessen hat.
Jede Runde ist die Erfüllung eines Lebenstraums, der vor rund neun Jahren begann.

BMW M1: Die Erfüllung eines Lebenstraums.

WEIT ÜBER 6.000 STUNDEN ARBEIT.

Im Juni 2010 ersteigerte Marc Dürscheidt bei einer Internet-Auktion Karosserieteile eines alten BMW. Was zunächst nutzlos erschien, entpuppte sich später als Schatz. Denn die Einzelteile, die damals so achtlos neben einer Waschmaschine in einer Münchner Garage lagen, gehörten zu einem historischen Supersportwagen. Bereits im Jahr 1980 war dieser bei March Engineering in Auftrag gegebene BMW M1 beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans angetreten. Dies fand der Feinmechaniker aber erst heraus, als er schon mitten in seinem Projekt steckte.

Über Jahre hinweg schraubte Dürscheidt an dem Rennwagen – immer mit dem einen konkreten Ziel vor Augen: Er soll wieder fahren. Weit über 6.000 Arbeitsstunden und eine Summe im sechsstelligen Bereich flossen bisher in das Projekt. Die Planung hat Dürscheidt komplett alleine übernommen. „Aber die vielen Arbeiten schafft man gar nicht alleine. Mein Bruder, gute Freunde oder Arbeitskollegen haben mich immer unterstützt“, sagt der 35-Jährige. Auch seine Frau Stefanie stand ihm tatkräftig zur Seite und half ihm beispielsweise beim Bau der Karosserieteile.

 

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Autoteile des BMW M1 in einer Garage
Marc Dürscheidt und die ersten Teile seines BMW M1
Marc Dürscheidt beklebt Karosserieteile seines BMW M1.
BMW M1 von Marc Dürscheidt auf einer Hebebühne
BMW M1 von Marc Dürscheidt
BMW M1 bei der ADAC Classic am Salzburgring

Von BMW Seite bekam Dürscheidt ebenfalls Hilfe:
Die BMW Group Classic gab ihm die Möglichkeit, sich das Original-Fahrzeug anzusehen und Fotos zu machen.
„Das war total interessant und ein einmaliges Erlebnis“, sagt er.

Von BMW Seite bekam Dürscheidt ebenfalls Hilfe:
Die BMW Group Classic gab ihm die Möglichkeit, sich das Original-Fahrzeug anzusehen und Fotos zu machen.
„Das war total interessant und ein einmaliges Erlebnis“, sagt er.

BMW M1: Die Erfüllung eines Lebenstraums.

ERSTER MOTORSTART „WAR DER WAHNSINN“.

Die schönsten Momente des Projekts waren für ihn immer jene, in denen Zwischenschritte abgeschlossen waren. So nahm etwa der Bau des Motors mehr als ein Jahr in Anspruch, weil immer wieder Teile fehlten. Doch Dürscheidt gab nicht auf, steckte jede Menge Zeit und Herzblut in seinen M1 und schwärmt auch heute noch vom ersten Motorstart: „Das war der Wahnsinn.“

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Motor des BMW M1
Motor des BMW M1

Jedoch gab es auch Rückschläge während des Aufbaus. Bei einer Internet-Auktion entdeckte er ein Renngetriebe und überwies Geld nach England. Er hielt es für unwahrscheinlich, dass es sich bei etwas derart Seltenem um einen Betrug handeln könnte, genau das war aber der Fall. Doch auch wenn ihn Situationen wie diese zurückwarfen, und die Zweifel immer im Hinterkopf waren, gab er nie auf und glaubte weiter an seinen Traum. „Die Motivation, dass ich irgendwann einmal das fertige Auto dort stehen habe und damit fahren kann, war immer im Vordergrund“, sagt Dürscheidt.

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JUNGFERNFAHRT MIT HINDERNISSEN.

Im September 2017 absolvierte das Fahrzeug dann schließlich seine Jungfernfahrt. Dürscheidt nutzte einen ruhigen Samstagabend in der Urlaubszeit und fuhr im Industriegebiet, in dem er arbeitet, ein paar Mal die Straßen auf und ab, bis die ersten Beschwerden kamen. „Das hat auch nicht lange gedauert, dann mussten wir aufhören“, erinnert er sich. Nur einen Monat später fuhr er bei einem Track Day in Hockenheim zum ersten Mal auf einer richtigen Rennstrecke – unter außergewöhnlichen Umständen. Der finale Aufbau des Autos dauerte bis 1 Uhr nachts, und schon wenige Stunden später mussten sie für die erste Fahrerbesprechung zum Hockenheimring aufbrechen. „Also habe ich vielleicht zwei Stunden geschlafen und alles war irgendwie surreal und ein bisschen wie im Traum“, sagt Dürscheidt.

Beim Oldtimer Grand Prix 2018 am Nürburgring bestritt der BMW M1 dann sein erstes Rennen. Dort konnte der begeisterte Autoschrauber auch gleich zwei Runden auf der legendären Nordschleife drehen – ein unvergessliches Highlight.
 

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Für die Fans bei der ADAC Salzburgring Classic ist der historische Rennwagen in den klassischen BMW M-Farben als Gesamtkunstwerk ein echter Hingucker, der für Aufsehen und große Augen im Fahrerlager sorgt . Zahlreiche Besucher bleiben an Dürscheidts Zelt stehen, begutachten den BMW M1 und stellen dem Autobastler unzählige Fragen. Dürscheidt freut sich darüber und berichtet stolz von seinem Mammutprojekt: „Es ist viel besser geworden, als ich am Anfang gedacht hatte.“
Fertig ist der BMW M1 damit aber noch lange nicht. Dürscheidt hat bereits die nächsten Pläne mit dem Supersportwagen. Wagenpapiere von der FIA zu bekommen, steht etwa ganz oben auf der Liste. Zudem plant er gerade schon den nächsten Motor und sammelt hierfür bereits die ersten Teile. „Das Auto ist dafür gedacht, der BMW M1 Werksturbo beziehungsweise der Turbo BMW M1 zu werden“, sagt er. Im Moment fährt er mit der Leistung eines Straßenautos. „Das ist super zum lernen“, sagt er.
Aber am Ziel ist er damit noch lange nicht. Marc Dürscheidt träumt seinen Lebenstraum immer weiter.

 

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Marc Dürscheidt beim Interview
Marc Dürscheidt beantwortet Besuchern ihre Fragen.
BMW M1 von Marc Dürscheidt in seinem Zelt
BMW M1 auf der Rennstrecke
110% Story

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Rund um die Uhr arbeiten Fahrer, Ingenieure und Verantwortliche daran, die Ziele von BMW Motorsport mit immer neuen Technologien, innovativen Lösungen und Visionen zu füllen. Überzeugen Sie sich selbst und tauchen Sie ein in spannende Geschichten aus der Welt des Motorsports.